ISO 27001 Chief Information Security Officer
Die Experten-Schulung zur ISO/IEC 27001 Norm
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Der Informationssicherheitsbeauftragte steuert die Informationssicherheit im Unternehmen. Hier steht, was die Rolle umfasst, was ISO 27001 und der IT-Grundschutz dazu sagen und wie du dich qualifizierst.
Von expertree academyVeröffentlicht am
Der Informationssicherheitsbeauftragte (ISB) ist die Person, die im Unternehmen dafür sorgt, dass Informationssicherheit systematisch gesteuert wird: Er oder sie koordiniert das ISMS, berät die Leitung und behält Risiken, Maßnahmen und Vorfälle im Blick. Häufig heißt die Rolle auch CISO oder Information Security Officer.
Diese Seite erklärt, was die Rolle ausmacht, was ISO/IEC 27001 und der BSI IT-Grundschutz dazu verlangen und wie du dich für die Aufgabe qualifizierst. Den größeren Zusammenhang findest du in der Wissenswelt ISO 27001.
Der ISB verantwortet nicht die Sicherheit allein, sondern den Prozess, mit dem das Unternehmen sie herstellt und aufrechterhält. Typische Aufgaben sind:
Das ist die Praxisbeschreibung. Die Aufgaben im Einzelnen legt jedes Unternehmen in seiner Rollenbeschreibung fest.
ISO/IEC 27001 schreibt keine Stelle mit dem Titel „ISB“ vor. Die Norm verlangt aber, dass die oberste Leitung Verantwortung und Befugnis für die relevanten Rollen zuweist und bekannt macht. Dazu gehört, dass jemand dafür zuständig ist, die Konformität des ISMS sicherzustellen und der obersten Leitung über dessen Leistung zu berichten (Klausel 5.3). In der Praxis übernimmt diese Aufgaben fast immer der ISB. Wer die Rolle ausübt, sollte außerdem nachweislich kompetent sein (Klausel 7.2).
Der BSI IT-Grundschutz wird konkreter. Im Baustein ISMS.1 „Sicherheitsmanagement“ des IT-Grundschutz-Kompendiums (Edition 2023) steht als Basis-Anforderung, dass die Institutionsleitung einen ISB benennt. Weitere Anforderungen:
Mit Grundschutz++ wird die Methodik des BSI weiterentwickelt (siehe BSI IT-Grundschutz). Die genannten Anforderungen beziehen sich auf den bisherigen Stand des Kompendiums.
Auch im Zusammenhang mit NIS2 bleibt die Verantwortung bei der Leitung: Die Geschäftsleitung betroffener Unternehmen muss die Risikomanagementmaßnahmen umsetzen und überwachen und bleibt nach der Gesetzesbegründung auch bei Einschaltung von Hilfspersonen letztverantwortlich (§ 38 BSIG, mehr dazu unter NIS2-Schulung für die Geschäftsleitung). Der ISB ist die Person, die der Leitung diese Aufgabe fachlich ermöglicht.
Es muss keine neue Stelle entstehen. Je nach Größe nimmt eine Person die Rolle neben anderen Aufgaben wahr, oder ein externer ISB übernimmt sie, wie es auch der IT-Grundschutz vorsieht. Zwei Praxisregeln:
Beide Rollen werden oft verwechselt. Der Datenschutzbeauftragte hat gesetzlich geregelte Aufgaben nach DSGVO und BDSG und überwacht den Schutz personenbezogener Daten. Der ISB schützt alle Informationen des Unternehmens, nicht nur personenbezogene, und baut das Sicherheitsmanagement auf. Beide arbeiten eng zusammen; ob eine Person beide Rollen übernehmen sollte, ist wegen möglicher Interessenkonflikte im Einzelfall zu prüfen. Mehr zur Datenschutzrolle findest du in der Wissenswelt Datenschutz.
Eine gesetzlich vorgeschriebene Ausbildung zum ISB kennen wir nicht. Entscheidend ist, dass du die Aufgabe fachlich ausfüllen kannst und das nachweisen kannst. Ein typischer Weg:
Hinweis: Dieser Überblick dient der Orientierung und ersetzt keine Rechtsberatung. Stand: Oktober 2026.
In der Schulung ISO 27001 Chief Information Security Officer lernst du an vier Tagen, ein ISMS aufzubauen, zu steuern und auf die Zertifizierung vorzubereiten. Live online, mit Prüfung und Zertifikat. Auch als Inhouse-Schulung.
Eine allgemeine gesetzliche Pflicht für alle Unternehmen kennen wir nicht. Der IT-Grundschutz des BSI verlangt die Benennung eines ISB ausdrücklich, ISO 27001 verlangt eine klare Zuweisung der ISMS-Verantwortung. Dazu können Kundenanforderungen und branchenspezifische Vorgaben kommen, etwa im Finanzsektor. Prüfe diese Vorgaben für dein Unternehmen im Einzelfall.
Beide Begriffe beschreiben im Kern dieselbe Rolle: die Verantwortung für das Management der Informationssicherheit. „ISB“ ist im deutschsprachigen Raum und im Umfeld des IT-Grundschutzes üblich, „CISO“ findest du häufiger in größeren Unternehmen und international. Maßgeblich ist die Rollenbeschreibung, nicht der Titel.
Ja. Der IT-Grundschutz sieht ausdrücklich vor, dass die Leitung einen externen ISB bestellt, wenn die Rolle intern nicht besetzt werden kann. Der Vertrag muss Aufgaben, Rechte und Pflichten, Vertraulichkeit und eine geordnete Übergabe bei Beendigung regeln.
An die Leitung. Nach dem IT-Grundschutz muss die Leitung dem ISB ermöglichen, bei Bedarf direkt an sie selbst zu berichten. ISO 27001 verlangt, dass über die Leistung des ISMS an die oberste Leitung berichtet wird.
Rechtlich ausgeschlossen ist das nicht pauschal, aber heikel: Der Datenschutzbeauftragte muss seine Aufgaben unabhängig wahrnehmen und darf keinem Interessenkonflikt ausgesetzt sein. Ob eine Personalunion tragfähig ist, hängt vom Einzelfall ab und sollte rechtlich geprüft werden.
Eine gesetzlich vorgeschriebene Ausbildung kennen wir nicht. Üblich sind Schulungen zur ISO 27001, etwa Foundation und CISO, oder zum IT-Grundschutz, dazu Praxiserfahrung. Wichtig ist, dass du deine Kompetenz belegen kannst.
Stand: Oktober 2026. Wir stützen uns vorrangig auf Primärquellen:
Weiterbilden
Die Experten-Schulung zur ISO/IEC 27001 Norm
Die Grundlagenschulung zur ISO/IEC 27001 Norm