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BCM-Praktiker Prüfungsfragen: 10 typische Fragen mit Lösungen

Wie gut kennst du das Business Continuity Management nach BSI-Standard 200-4? Die zehn Fragen orientieren sich an typischen Inhalten der Prüfung zum BCM-Praktiker: Störung, Notfall und Krise, das Stufenmodell, die Business Impact Analyse, Übungen und der Bezug zur ISO 22301.

Wie in der Prüfung gilt das Format des BSI. Die Lösungen mit Erklärung siehst du direkt nach jeder Antwort und gesammelt unter dem Quiz.

Gut zu wissen: Diese Fragen sind Übungsbeispiele. In der Prüfung unserer Schulung BSI BCM-Praktiker (ISO 22301) kommen sie nicht vor.

Quiz

Teste dein Wissen: 10 Fragen zum BCM

Klick dich durch die Fragen. Nach jeder Antwort siehst du sofort, welche Aussagen richtig sind, und bekommst die Erklärung dazu.

Frage 1 von 10

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Wie in der Prüfung: Bei jeder Frage können keine, eine, mehrere oder alle Antworten richtig sein.

Frage 1 von 10: Welche Aussagen zur Abgrenzung von Störung, Notfall und Krise nach BSI-Standard 200-4 treffen zu?

Alle 10 Fragen mit Lösungen und Erklärungen
  1. 1. Welche Aussagen zur Abgrenzung von Störung, Notfall und Krise nach BSI-Standard 200-4 treffen zu?

    • A)Eine Störung wird im Normalbetrieb durch die Allgemeine Aufbauorganisation behoben. (richtig)
    • B)Für eine Krise liegen in der Regel spezifische, vorab ausgearbeitete Notfallpläne vor.
    • C)Ein Notfall liegt vor, wenn ein zeitkritischer Prozess nicht rechtzeitig im Normalbetrieb wiederherstellbar ist. (richtig)
    • D)Für die Bewältigung eines Notfalls wird eine Besondere Aufbauorganisation benötigt. (richtig)

    Lösung: A, C, D

    Störungen behebt die Institution im Normalbetrieb. Ein Notfall liegt vor, wenn ein zeitkritischer Geschäftsprozess nicht innerhalb der maximal tolerierbaren Ausfallzeit im Normalbetrieb wiederhergestellt werden kann; dann übernimmt die Besondere Aufbauorganisation (BAO). Für Krisen gibt es gerade keine spezifischen Pläne, vorhandene Pläne greifen nur bedingt.

  2. 2. Eine IT-Störung im Rechenzentrum dauert deutlich länger als erwartet. Welche Aussagen treffen nach BSI-Standard 200-4 zu?

    • A)Eine Krise kann nur aus einem Notfall entstehen, niemals unmittelbar.
    • B)Eine Störung kann zum Notfall eskalieren, wenn sie nicht rechtzeitig behoben wird. (richtig)
    • C)Jede Störung ist sofort und ohne Bewertung an den Krisenstab zu melden.
    • D)Spitzt sich die Lage weiter zu, kann aus dem Notfallstab ein Krisenstab werden. (richtig)

    Lösung: B, D

    Störungen können eskalieren, wenn sie nicht in angemessener Zeit behoben werden können. Eine Krise kann aus einer Störung oder einem Notfall entstehen, aber auch unmittelbar eintreten. Bei weiterer Zuspitzung kann der Notfallstab zum Krisenstab werden. Für Störungen gibt es geregelte Melde- und Eskalationswege statt einer pauschalen Meldung an den Krisenstab.

  3. 3. Welche Stufen eines Business Continuity Management Systems beschreibt der BSI-Standard 200-4?

    • A)Reaktiv-BCMS (richtig)
    • B)Experten-BCMS
    • C)Aufbau-BCMS (richtig)
    • D)Standard-BCMS (richtig)

    Lösung: A, C, D

    Richtig sind Reaktiv-BCMS, Aufbau-BCMS und Standard-BCMS. Mit diesem Stufenmodell kann eine Institution schrittweise einsteigen und ihr BCMS später ausbauen. Ein Experten-BCMS gibt es im Standard nicht.

  4. 4. Welche Aussagen zum Standard-BCMS nach BSI-Standard 200-4 treffen zu?

    • A)Es ist ausschließlich für Behörden und nicht für Unternehmen vorgesehen.
    • B)Es ist mit den Anforderungen der ISO 22301 kompatibel. (richtig)
    • C)Es verzichtet bewusst auf eine Business Impact Analyse.
    • D)Es betrachtet alle Geschäftsprozesse im Geltungsbereich. (richtig)

    Lösung: B, D

    Das Standard-BCMS ist die vollständige Stufe: Alle Geschäftsprozesse im Geltungsbereich werden betrachtet, die zeitkritischen werden über die Business Impact Analyse ermittelt und abgesichert. Es ist mit ISO 22301 kompatibel und eignet sich für Unternehmen wie für Behörden.

  5. 5. Ein Unternehmen führt eine Business Impact Analyse (BIA) durch. Welche Ziele verfolgt sie?

    • A)Zeitkritische Geschäftsprozesse identifizieren (richtig)
    • B)Die Gehälter der Prozessverantwortlichen festlegen
    • C)Die Ressourcen ermitteln, die zeitkritische Prozesse benötigen (richtig)
    • D)Die Auswirkungen eines Prozessausfalls über die Zeit bewerten (richtig)

    Lösung: A, C, D

    Die BIA bewertet, wie sich der Ausfall eines Geschäftsprozesses im Zeitverlauf auswirkt. Daraus ergibt sich, welche Prozesse zeitkritisch sind und welche Ressourcen wie Personal, IT, Gebäude oder Dienstleister sie brauchen. Mit Vergütungsfragen hat die BIA nichts zu tun.

  6. 6. Welche der folgenden Elemente verlangt ISO 22301 für ein Business Continuity Management System?

    • A)Eine Business Impact Analyse (richtig)
    • B)Ein Programm für Übungen und Tests (richtig)
    • C)Interne Audits (richtig)
    • D)Eine Managementbewertung (richtig)

    Lösung: A, B, C, D

    ISO 22301 verlangt unter anderem eine Business Impact Analyse und Risikobeurteilung, Business-Continuity-Strategien und -Pläne, ein Übungsprogramm sowie wie alle Managementsystemnormen interne Audits und eine Managementbewertung durch die oberste Leitung.

  7. 7. Welche Aussagen zu Übungen im Business Continuity Management treffen zu?

    • A)Übungen sind erst nötig, nachdem ein echter Notfall eingetreten ist.
    • B)Übungen zeigen, ob Pläne und Notfallorganisation im Ernstfall funktionieren. (richtig)
    • C)Übungen werden ausgewertet, die Erkenntnisse fließen in Verbesserungen ein. (richtig)
    • D)Eine erfolgreiche Übung ersetzt die regelmäßige Aktualisierung der Pläne.

    Lösung: B, C

    Übungen sollen vor dem Ernstfall zeigen, ob Pläne, Abläufe und Beteiligte funktionieren. Sie werden geplant, ausgewertet, und die Erkenntnisse führen zu Verbesserungen. Pläne müssen trotzdem regelmäßig und bei Änderungen aktualisiert werden.

  8. 8. Welche Aufgaben hat die oberste Leitung nach ISO 22301?

    • A)Die Business-Continuity-Politik festlegen (richtig)
    • B)Alle Wiederanlaufpläne persönlich ausarbeiten
    • C)Die erforderlichen Ressourcen bereitstellen (richtig)
    • D)Die Verantwortung vollständig an Dienstleister abgeben

    Lösung: A, C

    Die oberste Leitung muss Führung zeigen: Politik und Ziele festlegen, Ressourcen bereitstellen, Rollen zuweisen und das BCMS fördern. Pläne erarbeiten die zuständigen Fachleute. Die Verantwortung für das BCMS lässt sich nicht an Dienstleister abgeben.

  9. 9. Ein kleines Unternehmen ohne regulatorische Vorgaben zum BCM will einsteigen. Welche Aussagen treffen nach BSI-Standard 200-4 zu?

    • A)Der Standard verlangt, sofort ein vollständiges Standard-BCMS aufzubauen.
    • B)Für den Einstieg setzt der Standard eine ISO-22301-Zertifizierung voraus.
    • C)Der Einstieg kann über ein Reaktiv-BCMS erfolgen. (richtig)
    • D)Ein Reaktiv-BCMS lässt sich später zum Aufbau- oder Standard-BCMS ausbauen. (richtig)

    Lösung: C, D

    Das Stufenmodell erlaubt einen schrittweisen Einstieg; ohne regulatorische Vorgaben kommt das Reaktiv-BCMS als Einstieg in Betracht, ebenso das Aufbau-BCMS. Später kann die Institution zum Aufbau- oder Standard-BCMS ausbauen. Eine Zertifizierung ist keine Voraussetzung.

  10. 10. In der Business Impact Analyse wurde für einen Geschäftsprozess eine maximal tolerierbare Ausfallzeit von 24 Stunden ermittelt. Welche Aussagen treffen zu?

    • A)Die geplante Wiederanlaufzeit sollte länger als 24 Stunden sein, um Puffer zu haben.
    • B)Die maximal tolerierbare Ausfallzeit gilt nur für IT-Systeme, nicht für Prozesse.
    • C)Eine maximal tolerierbare Ausfallzeit wird ausschließlich im Reaktiv-BCMS ermittelt.
    • D)Die geplante Wiederanlaufzeit darf die 24 Stunden nicht überschreiten. (richtig)

    Lösung: D

    Die maximal tolerierbare Ausfallzeit beschreibt, wie lange ein Geschäftsprozess höchstens ausfallen darf, bevor die Schäden nicht mehr tragbar sind. Der Wiederanlauf muss deshalb innerhalb dieser Zeit gelingen. Die Größe wird in der BIA für Prozesse bestimmt und daraus für die benötigten Ressourcen abgeleitet.

Weitere Prüfungsfragen

Häufige Fragen zur Prüfung BCM-Praktiker

Wie läuft die Prüfung zum BCM-Praktiker ab?

Die Prüfung umfasst 50 Fragen aus den Themenfeldern der Schulung und dauert 60 Minuten. Zu jeder Frage gibt es vier Antworten, von denen keine, eine, mehrere oder alle richtig sein können. Einen Punkt gibt es nur, wenn alle Kreuze stimmen; Punktabzüge gibt es nicht. Bestanden hast du mit mindestens 60 % der Punkte.

Wer nimmt die Prüfung ab?

Nach dem Konzept des BSI nimmt der Schulungsanbieter die Prüfung zum BCM-Praktiker ab. Die expertree academy ist beim BSI als Schulungsanbieter für die Schulung zum BCM-Praktiker gelistet.

Was passiert, wenn ich nicht bestehe?

Du kannst die Prüfung einmal wiederholen und bekommst dabei andere Fragen. Eine weitere Wiederholung ist erst möglich, nachdem du die Schulung erneut besucht hast. Details regelt § 12 unserer Prüfungsordnung.

Kommen diese Fragen in der echten Prüfung vor?

Nein. Die Fragen auf dieser Seite sind eigens für die Website geschrieben und stammen nicht aus der Prüfung. Sie zeigen dir aber das BSI-Format und typische Themen.

Sicher in die Prüfung

In der Schulung BSI BCM-Praktiker lernst du an drei Tagen, wie du ein BCMS nach BSI-Standard 200-4 aufbaust. Im Anschluss legst du bei uns die Prüfung zum BCM-Praktiker ab.